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IT Management Consultants

Notwendigkeit einer IT Strategie

"Eine strategische Vision ist ein klares Bild von dem, was man erreichen will."

John Naisbitt, amerikanischer Prognostiker



Aufgrund zunehmend großer finanzieller Aufwände für die Informationstechnologie, um IT-Fehlinvestitionen zu vermeiden und um den Wertbeitrag der IT am Unternehmenserfolg sicherzustellen, ist es für Unternehmen unerlässlich, eine aus der Geschäftsstrategie abgeleitete IT-Strategie zu formulieren und diese zielgerichtet zu verfolgen. Der aktuellen Gartner Dataquest "IT Business Spending"-Studie folgend, geben Unternehmen im Jahr 2012 weltweit ca. 2.530 Milliarden US $ für Informations- und Kommunikationstechnologien aus. Je nach Branche betragen die IT-Ausgaben bis zu
35 % (bspw. bei Online Banken) der Gesamtausgaben eines Unternehmens.

Etwa 20 % aller IT-Ausgaben sind nach Schätzung des Marktforschers Gartner Fehlinvestitionen. Gründe für erfolglose IT-Projekte seien vor allem mangelndes Vertrauen zwischen IT-Verantwortlichen und Managern sowie deren Unfähigkeit, Initiativen auszuwählen und zu implementieren, die messbaren Geschäftsnutzen liefern.


Die hohe Investitionsdimension einerseits und der hohe Anteil fehlgeleiteter IT-Budgets andererseits geben ausreichende Gründe methodisch zu gewährleisten, dass
IT-Ausgaben langfristig einen hohen Wertbeitrag für Unternehmen erzielen.

Eine gute IT-Strategie gibt die Rahmenbedingungen für das Management der Informationstechnologie eines Unternehmens vor und zeigt den Umfang und die Richtung zukünftigen Handelns auf, um somit langfristige Unternehmensziele zu erreichen.

Fünf wesentliche Bestandteile einer IT Strategie

Zur Sicherstellung des Unternehmenserfolgs und der zielgerichteten Verwendung von IT-Ressourcen leitet sich eine IT-Management-Strategie grundsätzlich aus der bestehenden Geschäftsstrategie ab:

  1. Die IT-Strategie berücksichtigt einerseits Geschäftswachstumschancen zur Umsatz- und Ertragssteigerung eines Unternehmen, z.B. Aufbau eines Internetauftritts als integriertes Marketing- und Vertriebsinstrument.

  2. Andererseits enthält die IT-Strategie grundlegende Anforderungen aus dem Geschäftsbetrieb: Geschäftsprozesse mittels Einsatz von IT effizienter zu gestalten – z. B. Einkauf, Produktion, Verkauf, Controlling.



Bestimmt durch die Geschäftsstrategie lässt sich eine IT-Strategie in fünf wesentliche Bestandteile  zerlegen:





  1. Die Infrastrukturstrategie betrachtet die drei IT-Basistechnologien: Hardware, Betriebssysteme und Netzwerke. Ziel der Infrastrukturstrategie ist es, mit möglichst geringen Kosten eine hohe Rechenleistung, Performance und Bandbreite in einem Unternehmen zur Verfügung zu stellen.

  2. Die Applikationsstrategie befasst sich mit dem Einsatz von Software zur Unterstützung von Geschäftsprozessen, z.B. Lagerhaltungssoftware oder Bürosoftware. Mit der Applikationsstrategie können zwei Ziele verfolgt werden: Einerseits der Einsatz von Software zur Ertragssteigerung, z.B. CRM Software zur Kundenbindung und Verkaufsförderung, andererseits Software zum effizienteren Geschäftsbetrieb, z.B. SAP Software für die Buchhaltung und das Personalmanagement.

  3. Die Innovationsstrategie beschäftigt sich mit IT-Innovationen. Ziel der Innovationsstrategie ist es, neue Technologien vorausschauend für den Einsatz in einem Unternehmen zu bewerten.

  4. Die Sourcingstrategie setzt sich mit der IT-Wertschöpfungskette in einem Unternehmen auseinander. Ziel der Sourcingstrategie ist es, festzulegen, welche IT-Leistungen durch das Unternehmen selbst erstellt und welche eingekauft werden.

  5. Die Investmentstrategie betrachtet die IT-Investitionsentscheidungen eines Unternehmens, abgeleitet aus den Einzelstrategien Infrastrukturstrategie, Applikationsstrategie, Innovationsstrategie und Sourcingstrategie. Ziel der Investmentstrategie ist es, den effektiven und effizienten Einsatz der IT-Ressourcen sicherzustellen.



IT-Strategieverwirklichung: ein kontinuierlicher, dynamischer Prozess

Die IT-Strategieentwicklung kann man in vier Phasen einteilen, die in einem kontinuierlichen Prozess wiederholt werden.

Jede Phase beantwortet dabei unternehmensspezifisch folgende Fragen:

  1. Strategische Analyse: Wo kommt man her?
    Die strategische Analyse untersucht zum einen, inwieweit die IT die bestehenden Geschäftsziele unterstützen kann. Zum anderen beobachtet und bewertet sie technologische Entwicklungen und Neuerungen für den Einsatz im Unternehmen.

  2. Strategieauswahl: Wo will man hin?
    Unter Berücksichtigung der Ergebnisse aus der strategischen Analyse beschreibt die Strategieauswahl die Ziele der IT und setzt Schwerpunkte und Prioritäten.

  3. Strategieumsetzung: Wie gelangt man zum Ziel?
    In der Strategieumsetzung werden die Maßnahmen, die Teilschritte und die zugehörigen Aufwände formuliert, die zur Zielerreichung führen.

  4. Strategiekontrolle: Hat man das Ziel erreicht?
    Die Strategiekontrolle ist ein Mittel zur Messung der Zielerreichung. Bspw. ist die IT-Scorecard ein modernes Instrument zur Steuerung der IT und Kontrolle der IT-Strategie.

Fazit

Die Entwicklung einer IT-Strategie und deren fünf Bestandteile ist eher als dynamischer Prozess als ein statisches Konstrukt begreifbar, das einmal festlegt und danach nicht mehr verändert wird.


In einer IT-Strategie sollten sich einerseits die
Anforderungen aus den Geschäftszielen widerspiegeln, formuliert durch Unternehmensleitung und Fachabteilungen. Andererseits sollte jede IT-Strategie Anforderungen aus den IT technischen Rahmenbedingungen beinhalten. Dabei sollten unternehmensinterne, genauso wie externe IT-Experten Einfluss nehmen.


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